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Durch die rosarote Brille



Auch dieses Jahr sollen die hervorragenden Leistungen der Lawnmowers wieder in einer eigenen Kolumne gewürdigt werden. Als kleine Änderung gibt´s dieses Jahr allerdings nur im Falle eines Erfolges eine rosarote Brille. An diesem denkwürdigen Sonntag, den 2.Mai haben die Lawnmowers den Blue Bats gezeigt, wo Tebbe die Tatrankies herholt und ihnen mit bisher noch unbekanntem Kampfgeist und Siegeswillen nach eklatantem Rückstand und fulminanter Aufholjagd noch eine ordentlich gezonkt.
Und hier wieder, wie gewohnt, die Highlights der einzelnen Spieler.

Michel Fleck: Als DH konnte er sich ganz auf die Offensive konzentrieren, was sich in einer hervorragenden Schlagleistung niederschlug. Zwei Singles, zwei Doubles und zwei RBI´s waren die erfreuliche Bilanz. Und das Quieken, als ihn ein Pitch die zarten Zecherln quetschte, war auch lieb. Weniger lieb waren zwei glatte Fehlentscheidungen, die ihn jeweils vorzeitig ins Dugout zurückversetzten. Doch auch dies ertrug er mannhaft, indem er weniger als zwei Helme durchs Dugout schleuderte und kaum einen Mitspieler verletzte. Trotzdem konnte er mit kontrolliertem, aber aggressiven Baserunning noch drei Runs beisteuern.

Hugo Feldhammer: Während er am Schlag weniger Akzente setzte, war er im Feldspiel erfreulich sicher und ein guter Rückhalt über vier Innings an der 1st Base.

Oliver Meingast: Spielte 5 Innings auf 1st Base und war dort, wie immer, für zuverlässige Outs zuständig.

Bruno Steininger: Er gäbe einen hervorragenden 3rd Baseman ab, wenn er sich merken würde, daß er dort im Gegensatz zu seiner Stammposition keine Catcherausrüstung trägt. In der Offensive kam er zwei Mal an die Reihe und trug sich mit 2 Stolen Bases und einem Run im Score ein.

Dan Rudl: Nachdem wir ihn endlich wachbekommen hatten, durfte er auf 3rd Base übernehmen und hatte dort in 5 Innings eigentlich nichts zu tun. Dafür war er am Schlag umso fleißig, er erreichte beständig die 1st Base und lief dann wie ein Volkswagen. Mit 2 RBI´s und 3 eigenen Runs trug auch er so einiges an Punkten bei.

Hadmar Lang: Ein seltenes Ereignis trug sich im 4.Inning zu. Hadmar ging Strikeout. Doch er rächte sich fürchterlich. 2 Hits, 2 Walks und 5 Runs sowie makelloses Feldspiel über weite Strecken war die erfreuliche Bilanz, die das eine K bei weitem aufwog.

Andi Ofner: Hat den Heinz´schen Schläger als seine ganz persönliche Wunderwaffe entdeckt und schlug, was das Zeug hielt. Ein Triple, zwei Doubles und vier RBI´s, sowie vier Runs und ein geniales Strikeout, auf das er sicher zur 1st Base gelangte, waren die geniale Folge des Materialwechsels. Intensive Verkaufsverhandlungen zwischen Heinz und Andi haben eingesetzt, doch auch andere Teamkollegen beginnen sich für diesen Schläger zu begeistern und so scheint die Aktion „Der Schläger ist für uns alle da, bitte, bitte.„ momentan die Oberhand zu gewinnen. Zurück zu Andi, der neben viel Offensivarbeit auch neun lange Innings hinter der Plate arbeitete und auch dort mit insgesamt vier verschiedenen Pitchern sehr gut zurechtkam.

Christian Neumann: Stand wie ein Fels in der Brandung auf 2nd, an dem einige Baserunner zerschellten. Am Schlag sah er die Bälle sich meist nur aus der Nähe an, daraus resultierten nach einem Strikeout immerhin noch 3 Base on Balls.

Bettina Marosits: Übernahm im 7.Inning an der 2nd Base, als diese für den Ballverkehr schon längst gesperrt war. So mußte sie ihre Energien für die Offensive verwenden und konnte mit einem schönen Bunt-Single und einem Sacrifice Hit zwei RBI´s erzielen.

Heinz Kampel: Sieht man vom gierigen Baserunning ab, das diesmal nicht ganz die erwünschten Früchte trug, war er eigentlich sehr erfolgreich. Jedes Mal erreichte er die Base und im Centerfield steuerte er sehr wichtige Outs, einmal sogar verbunden mit einem Double Play, bei. Nicht zu vergessen natürlich auch sein Schläger, näheres dazu ist bei Andi nachzulesen ...

Dietmar Ackerl: Kam bereits im 6.Inning als Shortstop ins Feld und konnte sich dort für seinen großen Auftritt als Closer aufwärmen. Im 9.Inning beim Spielstand von 23:22 kam er bei eine Runner auf 2nd und Full Count auf den Mound. Alle Hoffnungen lagen bei seinem gefinkelten Curveball. Und prompt – Ball Four, take a base. Na suppa! Die Runner stehlen natürlich gleich einmal beide und wir haben Zweite und Dritte besetzt bei einem Out und einem Run Vorsprung. Doch da tat Didi, was ein Didi tun muß. Er verpaßte genau jenem Spieler der Blue Bats, der bisher mit vier Hits geglänzt hatte, ein Strikeout. Jubel! Zwei Outs. Die Nerven lagen blank, doch auch bei den Gegnern. Ein schwächlicher Schlag zurück zu Didi, der sich selbst half und zum sicheren Out warf. Inning, Save und Sieg! Bravo!
Besonders danken müssen wir ihm wohl auch, daß er sich ausgerechnet an seinem Geburtstag nach sicherlich feuchtfröhlicher Party am Vortag zu unmöglicher Zeit auf den Platz begab und der Mannschaft senkrecht zur Verfügung stand.

Christian Meindl: Ärgerte sich fürchterlich, daß die Blue Bats es wagten, Bälle über ihn hinwegzuschlagen, da er keine Überfluggenehmigung erteilt hatte. Mit dieser Wut im Bauch lief und slidete er auch, bis er mit Verrenkungen und Schürfwunden seinen Run vollendet hatte und sich zufrieden auf der Spielerbank verarzten lassen konnte.

Sylvia Rosenecker: Sehr ehrgeizig am Schlag und im Feld mit eindeutig steigender Tendenz, steuerte auch sie einen Run zur allgemeinen Punkteorgie bei.

Wolfgang Gottschalk: Es ist doch immer wieder faszinierend, wenn er den Ball nicht besonders gut trifft. Dieser rollt dann langsam irgendwo im Infield herum, während Wolfgang die Beine in die Hand nimmt und die Base erreicht, bevor der arme Infielder einen Wurf zustandebringt. Zwei solcher wunderschöner Infield-Hits konnten wir in diesem Spiel bewundern. Im Outfield war er auch fleißig wie immer, außer einem Bodenball bekam er allerdings dort in 5 Innings nichts zu tun.

Christopher Tebbe: Wir haben´s ja immer gewußt, es liegt einfach im Blut, in den Genen oder zumindest im Dünndarm der Amerikaner, dieses Spiel. Im 7.Inning, für die Blue Bats sicher das verflixte, zeigte er uns, was ein wahrer Tebbe kann. Nach ein paar Looloo-Schlägen ins Foul Territory hatte er bereits zwei Strikes auf dem Konto und eine Sylvia auf 2nd Base. Und wir sahen in schon mit einem "Oh no" ins Dugout schleichen, da knallte er ein Double ins Outfield, daß selbst die Veteranen neidisch wurden. Doch damit war es noch nicht getan. Aufgrund der hervorragenden Offense in diesem Inning kam er nochmals ans Schlagmal, diesmal mit 2 Outs und Betty und Didi auf 2nd bzw. 3rd. Und wieder hatte er zwei Strikes am Konto. Und wieder knallte er dann Ball ins Outfield. Und wieder erreichte er die 2nd Base. Super, Tebbe!

Rita Sedlak: Startete das Spiel am Mound und war wie gewohnt beständig, wobei die Blue Bats mittlerweile schon recht gut gelernt haben, mit ihren Würfen umzugehen. So übergab sie nach drei passablen Innings an die zweite im Staffellauf, Suna.

Suna Kaya: Mit erstaunlicher Kontrolle und Sicherheit, vor allem, wenn man ihre Trainingsanwesenheit in den letzten Monaten in Betracht zieht, traf sie die Strikezone und verzeichnete keinen Earned Run in zwei Innings. Sie übergab den Staffelstab in Form des Balls an John.

John Heath: Mit stoischer Ruhe und Gelassenheit sah er zu, wie die Lawnmowers-Defense in seinem ersten Inning auf dem Mound ca. n Errors begingen und die Blue Bats x Runs scorten. Mit der Zeit wurde es ihm aber doch zu bunt und er beendete das Inning mit drei Strikeouts. Auch in den weiteren Innings traf er die Strikezone sehr sicher und viele Blue Bats taten sich nicht leicht, seine Pitches zu treffen. Nach einem Out im neunten Inning übergab er schließlich den gedeckten Tisch an Didi, der das Werk vollenden durfte.


P.S.: Das Spiel Lawnmowers-Blue Bats am 2.5.99 endete 23:22 für die Lawnmowers.


Chris, 3.5.1999



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